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Dieses Rezept zeigt dir, wie du klassische Quarkbällchen nach Oma Lottis überliefertem Familienrezept zubereitest. Die kleinen, fluffigen Kugeln sind außen goldbraun und innen wunderbar saftig, genau so, wie sie früher auf dem Weihnachtsmarkt schmeckten. Mit diesem Rezept brauchst du weder Hefe noch lange Wartezeiten, denn der Teig wird schnell angerührt und sofort frittiert – perfekt für jede Feier oder gemütliche Kaffeerunde.
Persönlich erinnere ich mich daran, wie meine Oma diese Quarkspitzen immer zum Fasching gemacht hat – der Duft, der dabei durchs Haus zog, war einfach unvergleichlich und sorgt auch heute noch für Freude beim Backen.
Zutaten
- 750 ml neutrales Pflanzenöl zum Frittieren: Wichtig ist ein Öl mit hohem Rauchpunkt, damit die Bällchen nicht verbrennen.
- 500 g Weizenmehl: Am besten frisch und von hoher Qualität verwenden für den besten Geschmack.
- 500 g Magerquark: Sorgt für Saftigkeit und Lockerheit, auf Frische achten.
- 200 g Zucker: Für eine angenehme Süße im Teig.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Gibt das typische, feine Vanillearoma.
- 1 Päckchen Backpulver: Treibendes Mittel für fluffige Quarkbällchen ohne Hefe.
- 1 Prise Salz: Hebt die Aromen hervor.
- Mark von ½ Vanilleschote (optional): Für besonders intensives Vanillearoma.
- 5 Eier: Liefern Struktur und Volumen.
- 75 g Margarine: Sorgt für Bindung und einen zarten Biss (Butter geht auch).
- Optional Sultaninen oder Korinthen: Für eine fruchtige Überraschung.
- Optional eine Prise Zimt: Besonders in der Weihnachtszeit eine schöne Note.
Anleitung
- Öl erhitzen:
- Das Pflanzenöl in einem kleinen tiefen Topf auf mittlerer Hitze erwärmen. Achte darauf, die Hitze nicht zu hoch einzustellen, sonst werden die Bällchen außen zu dunkel und bleiben innen roh. Die perfekte Temperatur lässt sich mit einem Holzlöffel-Test prüfen: Steigen kleine Bläschen auf, ist das Öl bereit.
- Teig vorbereiten:
- Schlage Eier, Margarine, Zucker, Vanillezucker, Vanillemark und Salz in einer großen Schüssel schaumig. Rühre dann den Quark unter, bis die Masse glatt ist. Zum Schluss Mehl und Backpulver hinzufügen und schnell zu einem homogenen Rührteig verrühren. Der Teig darf nicht stehen bleiben, da das Backpulver sofort reagiert.
- Quarkbällchen formen:
- Forme die Bällchen unmittelbar nach der Zubereitung mit zwei Teelöffeln, einem Eiskugelportionierer oder einem Spritzbeutel, mit dem du den Teig direkt ins Fett gibst. Die Bällchen vorsichtig in das heiße Öl gleiten lassen.
- Frittieren:
- Frittiere immer nur wenige Bällchen gleichzeitig, damit das Öl seine Temperatur hält. Nach etwa 5 bis 7 Minuten die Quarkbällchen wenden, insgesamt frittieren sie circa 12 bis 15 Minuten bis sie rundum goldbraun sind.
- Fertigstellen:
- Nimm die Quarkbällchen mit einer Schaumkelle heraus und lasse sie auf Küchenpapier abtropfen. Solange sie noch warm sind, in Zucker oder Zimtzucker wälzen, sodass der Zucker gut haftet.
Meine liebste Zutat ist der Magerquark, denn er macht die Quarkbällchen so wunderbar locker und leicht. Ein unvergesslicher Moment beim Backen ist für mich das Eintauchen der geformten Kugeln ins heiße Öl, wenn sie sofort aufzublähen beginnen und der Duft sich im ganzen Haus verteilt.
Aufbewahrungstipps
Quarkbällchen schmecken frisch am besten. Du kannst sie luftdicht verpackt einen Tag lang aufbewahren. Zum Aufwärmen kurz in den Backofen legen, so bleiben sie knusprig; die Mikrowelle ist nicht zu empfehlen, da sie die Textur verändert.
Zutaten-Alternativen
Weizenmehl lässt sich durch helles Dinkelmehl Type 630 ersetzen. Statt Margarine kannst du auch Butter verwenden für einen reichhaltigeren Geschmack. Sultaninen und Korinthen kannst du weglassen oder durch klein gehackte Trockenfrüchte ersetzen.
Serviervorschläge
Quarkbällchen sind pur ein Genuss, aber auch mit Puderzucker bestäubt oder in Zimt-Zucker gewälzt sehr lecker. Gefüllt mit Marmelade oder Nutella sind sie ein Highlight; nach dem Frittieren vorsichtig mit einer Spritze füllen.
Mit diesem Rezept gelingt dir ein echter Klassiker, der bei jeder Gelegenheit Freude macht und Erinnerungen weckt. Guten Appetit!
Häufige Fragen zum Rezept
- → Kann ich Quarkbaellchen auch ohne Fritteuse machen?
Ja, Quarkbaellchen lassen sich auch in einem tiefen Topf mit ausreichend Pflanzenoel sehr gut frittieren.
- → Warum sind meine Quarkbaellchen innen roh?
Das Oel ist wahrscheinlich zu heiss. Frittieren Sie bei mittlerer Hitze, damit die Baellchen gleichmaessig garen.
- → Kann ich die Quarkbaellchen einfrieren?
Das Einfrieren ist nicht zu empfehlen, da sie frisch deutlich saftiger und lockerer schmecken.
- → Eignet sich auch Dinkelmehl fuer den Teig?
Ja, helles Dinkelmehl Type 630 kann problemlos verwendet werden und funktioniert gut im Teig.
- → Sind Quarkbaellchen fuer Kinder geeignet?
Ja, sie sind vegetarisch, mild und bei Kindern wegen ihrer fluffigen Konsistenz sehr beliebt.